Politik

„Lockdown scheint unvermeidlich“

29.10.2020 • 11:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner APA/ROBERT JAEGER

Rendi-Wagner fordert, rechtzeitig zu planen, um Folgen gering zu halten.

Bereits diskutiert wird über einen zweiten Lockdown. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner forderte die Regierung zur entsprechenden Vorbereitung auf. Sie sollte sich rechtzeitig mit Sozialpartnern, Wirtschaft und Gebietskörperschaften zusammensetzen und einen Plan entwickeln, wie man wirtschaftliche und soziale Folgen möglichst gering halten kann.

Für Rendi-Wagner scheint ein zweiter Lockdown angesichts der aktuellen Entwicklung unvermeidlich. Es dürfe aber zu keinem Blindflug, zu keinen sozialen und wirtschaftlichen Katastrophen kommen. Allein in den ersten beiden Wochen im März hätten 200.000 Jobs wegen panikartiger Kündigungen ihre Jobs verloren. „Das darf kein zweites Mal passieren.“ Den Unternehmen müsse Sicherheit und Begleitung gegeben werden.

Aber auch, wenn es um zu einem zweiten Lockdown komme, ist für Rendi-Wagner entscheidend: „Die Schulen müssen geöffnet bleiben.“

„Verdoppelung in zehn Tagen“

Folgende Aspekte sind für Rendi-Wagner dabei relevant, was die Geschwindigkeit der Ausbreitung der Krankheit betrifft:

Es sei alles zu tun, um die Entwicklung zu verlangsamen. Dazu gehört laut Rendi-Wagner:

Auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hatte von der Bundesregierung „einen Plan B für den Fall der Fälle“ verlangt – unter Einbindung der Länder und der Bevölkerung.

Rendi-Wagner: Ich appelliere an die Bundesregierung, jetzt, jetzt, jetzt zu handeln. Zusammen mit Sozialpartnern, Ländern, Experten.“ zur heutigen Pressekonferenz der Regierungsspitzen nach dem Treffen mit den Experten zur Intensivmedizin meinte sie: „Wenn nach acht Monaten noch kein Überblick über die intensivmedizinischen Kapazitäten vorhanden ist, ist das nicht ideal.“ Aber entscheidend sei jetzt, dass endlich alle Pläne auf den Tisch kämen.