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Vierter Sieg in Folge

24.01.2021 • 12:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vierter Sieg in Folge

Sofia Goggia ist in der Abfahrt das Maß aller Dinge.

Aller guten Dinge sind vier – vorerst einmal! Sofia Goggia hat die vierte Weltcupabfahrt in Folge gewonnen. Die 28-jährige Italienerin setzte sich auch in der zweiten Abfahrt von Crans-Montana souverän durch, im Ziel lag sie 0,27 Sekunden vor der Schweizerin Lara Gut-Behrami bzw. 0,60 Sekunden vor ihrer Landsfrau Elena Curtoni.

Grenzenloser Jubel im Ziel? Aber gar nicht. „Als ich runtergefahren bin, war die Sicht wirklich schlecht, kein Kontrast. Ich habe mich nicht so sehr getraut, zu pushen“, zeigte sich die Olympiasiegerin im ORF-Interview trotz einer brillanten Fahrt nicht beeindruckt von ihrer Leistung. Für Goggia war es der elfte Weltcuperfolg insgesamt.
Vier Abfahrtssiege in einer Saison waren zuletzt Rekordhalterin Lindsey Vonn vor drei Jahren gelungen. Auch die Amerikanerin, die insgesamt 82 Weltcupbewerbe gewann, darunter 43 Abfahrten, schaffte das direkt in Serie. Sie triumphierte von Jänner bis März 2018 in Cortina d’Ampezzo, zweimal in Garmisch-Partenkirchen sowie beim Finale in Åre. Auf Goggias Liste stehen jetzt Val d’Isère, St. Anton und zweimal Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis.

Die Österreicherinnen hatten mit den Top-Ten-Plätzen nichts zu tun. Ricarda Haaser (+1,43) wurde als beste ÖSV-Läuferin Zwölfte. Die Tirolerin sah das Ergebnis nach Platz 13 am Vortag allerdings als weiteren Schritt nach vorn. „Das letzte Alzerl noch, die kleinen Wischer, das braucht es einfach nicht. Dann geht sicher noch ein bisschen was, dass man noch schneller ist. Aber ich bin sicher zufrieden mit meiner Fahrt heute.“
Gar nicht zufrieden war Tamara Tippler (17./+1,64): „Ich habe vor dem Ziel noch einen Fehler eingebaut. Ich habe so getan, als ob da schon das Ziel wäre, so wie ich abgebremst habe. Da gewinnt man nichts“, ärgerte sich die Steirerin. „Man sieht es bei den Italienerinnen, man muss sich am Limit bewegen. Ich habe es probiert, aber ich war immer vier Meter hinten nach, die Ski waren immer vor mir.“

Besonders enttäuscht war Ramona Siebenhofer (42./+4,05). „Ich stehe jeden Tag wieder oben und versuche, das Beste zu geben, und das geht einfach nicht. Ich habe nicht das Vertrauen, und wenn nie ein positives Erlebnis kommt, ist es halt sehr schwierig“, meinte die Steirerin.

Im Super-G-Aufgebot des ÖSV für heute (11.30 Uhr/ORF 1) scheint Siebenhofer nicht auf, dafür erhält Allrounderin Lisa Grill eine Chance.