Österreich

Ostergottesdienste als TV-Quotenhit

12.04.2021 • 16:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schon im Vorjahr wurden die Gottesdienste mit Kardinal Christoph Schönborn zum Quotenhit
Schon im Vorjahr wurden die Gottesdienste mit Kardinal Christoph Schönborn zum Quotenhit APA/Barbara Gindl

Gläubige feierten höchstes christliche Fest im Jahreslauf vor dem Bildschirm mit.

„Auch dieses Jahr wieder bzw. immer noch deutliches Interesse an den Gottesdienst-Übertragungen in ORF 2 und ORF III„: Diese Bilanz hat der für diese Übertragungen verantwortliche ORF-Mitarbeiter Thomas Bogensberger im Blick auf das Publikumsecho auf Liturgie-Angebote im Osterprogramm des ORF gezogen. Laut den am Montag vorgelegten Zahlen zeige sich bei der Gegenüberstellung mit denen aus dem Vorjahr, dass die Reichweite und der Zuseher-Anteil zwar sanken. Doch dies sei auch eine Folge davon, dass die Osterliturgien 2021 wieder in physischer Präsenz – wenn auch eingeschränkt – in den Kirchen mitgefeiert werden konnten, wies Bogensberger im Interview mit Kathpress hin. 2020 war ja eine Gottesdienstteilnahme in den Kirchen gar nicht möglich.

Die vom ORF zur Verfügung gestellten TV-Zahlen zu den Übertragungen im Detail: Die Übertragung am Palmsonntag aus dem Salzburger Dom verfolgten heuer 83.000 Zuseher, das ist ein Marktanteil (MA) von 10 bis 12 Prozent; im Vorjahr sahen der Übertragung aus dem Stephansdom 373.000 Interessierte zu (MA 33 Prozent). Deutlich geringer als 2020 aus dem Stephansdom waren die Einschaltzahlen bei den Übertragungen heuer am Gründonnerstag und Karfreitag aus dem St. Pöltner Dom: 22.000 (MA 1 Prozent) sahen am Gründonnerstag zu (2020 waren es 167.000, MA 7 Prozent); am Karfreitag waren es 46.000 (MA 2 Prozent; 2020 189.000, MA 6 Prozent).

Die Osternacht am Karsamstag aus St. Pölten bzw. den Auferstehungsgottesdienst am Ostersonntag wie gewohnt aus dem Petersdom fanden erneut viel Zuspruch beim TV-Publikum: 120.000 Zusehende ergaben in der Osternacht einen Marktanteil von 4 Prozent (2020, Stephansdom, 308.000, MA 8 Prozent); Papst Franziskus wollten heuer 132.000 ORF-Kunden während der Ostermesse sehen, gar 249.000 dann beim Segen „Urbi et orbi“ (MA 17 bzw. 25 Prozent). Auch hier wirkte sich im Vorjahr der „liturgische Hunger“ massiv auf die Einschaltquoten aus: 300.000 Menschen sahen dem Gottesdienst im Stephansdom zu, gar 463.000 dem Papstsegen (MA 27 bzw. 36 Prozent).

Auch ServusTV, das 2020 kurz nach dem Beginn des ersten Lockdowns mit Gottesdienstübertragungen begann, legte für heuer Zahlen mit einem beachtlichen Marktanteil vor: Die Palmsonntagsmesse aus der Pfarrkirche Mitterbach (NÖ) erzielte nach Angaben des Privatsenders eine Durchschnittsreichweite von 33.000 Sehern (MA 5 Prozent bei der Gruppe 12+). Am Ostersonntag waren bei der Übertragung aus der Pfarrkirche Salzburg-Mülln durchschnittlich 45.500 Seher dabei; dieser Marktanteil von 7,3 Prozent lag damit nur unwesentlich unter jenem des Ausnahmejahres 2020 mit 8 Prozent.