Hunderte Anzeigen bei inoffiziellen GTI-Treffen in Kärnten

19.09.2021 • 17:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bei den inoffiziellen GTI-Treffen in Kärnten sind am Wochenende Hunderte Anzeigen durch die Polizei gegen Teilnehmer erfolgt. Bis Samstagabend wurden 25 Führerscheine und 54 Kennzeichentafeln abgenommen, sagte eine Polizistin zur APA. Dazu kamen rund 350 verkehrsrechtliche Anzeigen und über 40 wegen Tempobolzen. Am Sonntag dürfte noch einiges dazugekommen sein, bilanziert werde aber erst in den Abendstunden. Am Nachmittag machten sich viele der Autofahrer auf den Heimweg.

Diesesmal war es allerdings in Bezug auf Verkehrsunfälle relativ ruhig geblieben, lediglich zwei in Zusammenhang mit dem GTI-Autoauftrieb wurden registriert, sagte die Polizeisprecherin. Auch gab es keine Anzeigen wegen Körperverletzung oder wegen Diebstahls. Tausende Autofahrer – darunter etliche Angehörige der Tuningszene – hatten allerdings für größere Verkehrsbehinderungen gesorgt, Anrainer fühlten sich von Fahrzeuglärm hundertweise genervt, viele erstatteten Anzeige. So waren auch viele Nummerntafeln wegen Lärmbelästigung abgenommen worden: Die Autos wurden bei mobilen Kontrollen auch dahin gehend überprüft, ob der Lärmpegel mit dem genehmigten Wert in der Zulassung übereinstimmte. Bei einer Überschreitung von zwölf Dezibel erfolgte die Kennzeichenabnahme.

Samstagabend musste auch die Landesstraße auf den Pyramidenkogel gesperrt werden, weil der Ansturm zu groß wurde und der Parkplatz bei dem Aussichtsturm überbelegt war. Auch das Ortszentrum von Velden war Samstagnacht wieder gesperrt. Weitere Hotspots der Automobilisten waren Reifnitz – sozusagen der Urort des GTI-Treffens – der Faaker See, der Bereich Simonhöhe und die Region um Villach mit der Alpenstraße.

Erschwerend war am Sonntag beim Beginn der Abreise hinzugekommen, dass sich diese mit der Sperre einiger Straßenabschnitte am Wörthersee wegen des Radbewerbs beim „Ironman“ überkreuzte.

Eine genaue Zahl an Einsatzkräften wollte die Sprecherin nicht nennen, aber „es war alles unterwegs, was in Kärnten zur Landespolizeidirektion gehört, auch die Einsatzeinheit Kärnten und die Bereitschaftseinheit“, sagte die Polizeisprecherin. Dazu kamen noch Kollegen aus Wien, die die Landesverkehrsabteilung bei den technischen Überprüfungen von Fahrzeugen unterstützten.