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Nur 51 Prozent des Vorkrisen-Luftverkehrs

04.01.2021 • 16:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nur 51 Prozent des Vorkrisen-Luftverkehrs

Weitere Finanzhilfen sind vor allem für die Flughäfen notwendig.

Europas Luftverkehrsindustrie wird sich nach Einschätzung der Lotsen-Dachorganisation Eurocontrol im laufenden Jahr nur langsam vom Coronaschock erholen. Nach dem Verlust von mehr als sechs Millionen Flügen und 1,7 Milliarden Passagieren im vergangenen Jahr rechnen die Experten für 2021 lediglich mit 51 Prozent des Vorkrisen-Niveaus.

Weitere Finanzhilfen seien voraussichtlich vor allem für die Flughäfen notwendig, nachdem im abgelaufenen Jahr in erster Linie die Fluggesellschaften Staatshilfen erhalten hatten.

Unter den großen Airlines musste die Lufthansa Group besonders viele Flüge absagen, laut Eurocontrol 67 Prozent. Auf ähnliche Werte kommen Easyjet (67 Prozent) und die British Airways-Mutter IAG (65 Prozent). Ryanair hat im vergangenen Jahr 59 Prozent weniger Flüge absolviert als 2019, Air France/KLM 55 Prozent weniger. Der Frankfurter Flughafen verlor seinen ersten Platz als verkehrsreichster Flughafen 2019 an Amsterdam, wo die Rückgänge der Flugbewegungen etwas weniger drastisch ausfielen.

Zum Jahresende waren laut Eurocontrol 51 Prozent der Flotte europäischer Verkehrsflugzeuge geparkt: 4118 von 8048 Flugzeugen. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im April waren es sogar 87 Prozent gewesen.