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England: Handel warnt vor Engpässen

22.12.2020 • 12:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nichts geht mehr in Dover
Nichts geht mehr in Dover (c) AP (Andrew Matthews)

„Geht um frische Produkte, die aus Europa kommen in dieser Jahreszeit.“

Der britische Einzelhandelsverband BRC (British Retail Consortium) hat vor Folgen für Verbraucher gewarnt, sollte der Warenverkehr am Ärmelkanal nicht innerhalb eines Tages wieder aufgenommen werden.

„Es gibt ein potenzielles Problem direkt nach Weihnachten und da geht es um frische Produkte. Wir reden hier über Dinge wie Salat, Gemüse, frisches Obst, die hauptsächlich aus Europa kommen in dieser Jahreszeit“, sagte Andrew Opie, der beim BRC für Lebensmittel zuständig ist, der BBC am Dienstag.

Das Problem seien leere Lastwagen, die auf der englischen Seite des Kanals steckenbleiben. Sollten sie sich nicht noch am Dienstag wieder in Bewegung setzen, kämen Früchte wie Himbeeren oder Erdbeeren nicht mehr rechtzeitig an. „Solange es heute noch geklärt werden kann, wird es nur minimalen Einfluss auf Verbraucher haben“, sagte Opie.

Die Regierung in London hofft auf eine rasche Einigung mit Paris auf Maßnahmen, um den Warenverkehr wieder aufzunehmen. Frankreich hatte am Sonntag überraschend den kompletten Warenverkehr von Großbritannien am Ärmelkanal gestoppt, nachdem die britische Regierung ihre Erkenntnisse über die neue Virus-Variante mitgeteilt hatte.

Der Regierung zufolge hatten sich in der Nacht auf Dienstag etwa 1000 Lastwagen auf dem Weg nach Dover angestaut. Laut BBC stieg diese Zahl in der Früh jedoch rasch an.