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Maddie: Verdächtiger in Einzelzelle

10.06.2020 • 16:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In dieser Haftanstalt sitzt der Mordverdächtige im Fall Maddie McCann un in einer Einzelzelle
In dieser Haftanstalt sitzt der Mordverdächtige im Fall Maddie McCann un in einer Einzelzelle APA/dpa/Carsten Rehder

Um zu verhindern, dass ihn Häftlinge attackieren, ist er verlegt worden.

Der derzeit in Kiel inhaftierte deutsche Verdächtige im Fall Maddie ist aus Sicherheitsgründen in einen anderen Gefängnistrakt in eine Einzelzelle verlegt worden. Das teilte Schleswig-Holsteins Justizminister Claus Christian Claussen (CDU) am Mittwoch in Kiel im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags mit. Der Mann dürfe auch nur einzeln und in Begleitung von Wachpersonal aus der Zelle. So wolle man verhindern, dass möglicherweise Mitgefangene den Häftling attackieren. Der 43-Jährige ist erst seit kurzem der Haupttatverdächtige in dem Fall des 2007 in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Maddie McCann. Er sitzt zurzeit in Kiel im Gefängnis eine bereits 2011 vom Amtsgericht Niebüll verhängte Strafe von 21 Monaten wegen Drogenhandels ab.

Der mehrfach vorbestrafte Mann war nach dem vollständigen Absitzen einer Haftstrafe von 14 Monaten in Braunschweig wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Besitzes kinderpornografischer Schriften 2018 für einige Wochen auf freiem Fuß – das ließ sich laut Stahlmann-Liebelt juristisch nicht vermeiden.

Die damals dreijährige Maddie war am 3. Mai 2007 aus einer Apartmentanlage im Ferienort Praia da Luz verschwunden. Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig geht derzeit dem Verdacht nach, dass der 43-jährige Deutsche das Kind entführt und umgebracht hat. Sie ermittelt gegen den Mann wegen Mordverdachts.