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Novak Djokovic reist aus Australien ab

16.01.2022 • 15:15 Uhr / 26 Minuten Lesezeit
Novak Djokovic (2. von links) und Trainer Goran Ivanisevic
Novak Djokovic (2. von links) und Trainer Goran Ivanisevic AFP

Hier lesen Sie die wichtigsten Neuigkeiten im Liveticker.

Eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse

Die Einreise-Posse um Tennis-Star Novak Djokovic überstrahlt die Vorbereitung auf die Australian Open, sorgt auch abseits des Sports für Diskussionen und wurde längst zum Politikum.

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Sonntag

14.57 Uhr: Djokovic bereits abgflogen

Wie jetzt bekannt wurde, hat Novak Djokovic Australien bereits um 22.30 Uhr (12.30 Uhr MEZ) in Richtung Dubai verlassen.

12.33 Uhr: Djokovic bereits am Flughafen

Wie Bilder von AFP-TV zeigen, sind Novak Djokovic und seine Betreuer – darunter Trainer Goran Ivanisevic – bereits am Flughafen Melbourne angekommen. Alles deutet also darauf hin, dass der serbische Superstar Australien gleich verlassen wird.

12.14 Uhr: Australiens Premier begrüßte Ausreise-Entscheidung

Die gefällte Ausreise-Entscheidung durch das australische Bundesgericht rund um den Fall Novak Djokovic ist von Australiens Premierminister Scott Morrison begrüßt worden. „Jetzt ist es an der Zeit, mit den Australian Open weiterzumachen und wieder den Tennis-Sommer zu genießen“, schrieb der Regierungschef auf Facebook. Die Entscheidung sei aus Gründen der „Gesundheit, Sicherheit und der Ordnung“ gefallen, schrieb Morrison. Sie sei „im öffentlichen Interesse“.

Andere Töne schlug Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabic an: „Ich denke, dass die Gerichtsentscheidung skandalös ist. Ich bin enttäuscht. Ich denke, es zeigt, wie die Rechtsstaatlichkeit in einigen anderen Ländern funktioniert, oder besser nicht funktioniert.“ Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte Australien zuletzt hart kritisiert. Er habe auch mit Djokovic gesprochen. „Ich habe ihm gesagt, dass wir es nicht erwarten können, ihn zu sehen. Ich habe gesagt, dass er immer in Serbien willkommen ist.“

11.03 Uhr: Italiener Caruso ersetzt Djokovic

Nach der endgültig verweigerten Einreise nach Australien wird der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic bei den Australian Open durch den Italiener Salvatore Caruso ersetzt. Die Nummer 150 der Tennis-Welt rückt als sogenannter „Lucky Loser“ nach und spielt in der ersten Runde gegen den Serben Miomir Kecmanovic.

08.00 Uhr: Bundesgericht entscheidet: Djokovic darf nicht in Australien bleiben

Novak Djokovic darf nicht an den Australian Open teilnehmen und muss ausreisen. Wie das Bundesgericht in Australien am Sonntag entschied, wurde der Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, hieß es in der Bekanntgabe der drei Richter. Die Begründung solle frühestens am Montag erfolgen.

Gegen das Urteil können beide Seiten vor dem Bundesgericht keine Rechtsmittel einlegen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur AAP zufolge ist eine Berufung vor dem High Court, dem höchsten Gericht Australiens, möglich. Die Erfolgschancen seien aber gering.

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05.17 Uhr: Richter beraten über Entscheidung

Die Richter haben sich am frühen Sonntagnachmittag (Ortszeit) zur Entscheidungsfindung zurückgezogen. Drei Richter des Bundesgerichts entscheiden, ob der Weltranglisten-Erste im Land bleiben und an den am Montag in Melbourne beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ob er ausreisen muss. Der Titelverteidiger Djokovic hatte nach dem erneuten Entzug seines Visums Einspruch eingelegt.

Wann das Urteil fällt, war zunächst nicht bekannt. Man wolle den Nachmittag mit Beratungen zu dem Fall verbringen und hoffe, noch am Sonntag zu einer Entscheidung zu kommen, sagte der Vorsitzende Richter James Allsop.

04.00 Uhr: Gerichtssitzung nach Pause fortgesetzt

Die Gerichtssitzung, in der in Australien über den Einspruch nach dem erneuten Entzug des Visums für den serbischen Tennisprofi Novak Djokovic entschieden wird, ist nach einer rund einstündigen Pause wieder aufgenommen worden. Ein Urteil des Bundesgerichts soll noch am Sonntag oder spätestens am Montag fallen. Sollte Djokovic verlieren, müsste er Australien verlassen und dürfte voraussichtlich drei Jahre lang nicht mehr einreisen.

Damit bliebe ihm die Teilnahme an den Australian Open, die er bereits neun Mal gewonnen hat, lange verwehrt. Sollte seinem Einspruch gegen die Ausweisung stattgegeben werden, könnte er bei dem Turnier sein Ziel verfolgen, als erster Tennisspieler überhaupt 21 Grand-Slam-Titel zu holen. Für die australische Regierung, die im Mai bei der Parlamentswahl um den Erhalt ihrer Mehrheit kämpft, wäre es eine erniedrigende Niederlage.

02.30 Uhr: Meinungsumfragen tendieren zu Ausweisung

Herr Lloyd sagte, Minister Hawke habe die Konsequenzen der Annullierung oder Nichtannullierung von Djokovic‘ Visum in Betracht gezogen. „Er hat sein Bestes getan, um die Dinge zu prüfen. Im Bewusstsein der Tatsache, dass (Djokovic‘) Ansichten nicht eingeholt wurden. Das deutet darauf hin, dass der Minister versucht hat, die Dinge breit zu betrachten.“

Das Ganze hängt irgendwie von dem Wort „kann“ ab. Also, dass Djokovic‘ Anwesenheit Unruhe verursachen kann. Und nicht, dass dies auch wahrscheinlich ist.

Aktuelle Umfragen, etwa bei Herald Sun ergaben, dass 84 Prozent der Australier eine Ausweisung von Novak Djokovic gutheißen würden.

02.02 Uhr: Australien sieht Bedrohungen

Lloyd sagt, dass Djokovic „in dieser Phase der Pandemie“ „geimpft werden könnte, wenn er gewollt hätte. „Sogar bevor Impfstoffe verfügbar waren, war er dagegen„, sagt er. „Es ist nicht neutral gegenüber Impfungen.“ Und: „Jemand, der nicht geimpft wurde, tat dies freiwillig, um nicht geimpft zu werden“, sagte Herr Lloyd, der argumentiert, dass Djokovics ungeimpfter Status Widerstand zeigt. Zudem verweist Lloyd auf die Fahrlässigkeiten des Weltranglisten-Ersten, als er trotz positiven Corona-Tests ohne Maske in der Öffentlichkeit aufgetreten ist.

01.36 Uhr: Zeithorizont wird festgelegt

Ursprünglich wurde vom Gericht gehofft, im Einspruchsverfahren durch Novak Djokovic zu einem raschen Ende zu gelangen. „Das Gericht wäre dankbar, wenn wir dies rechtzeitig abschließen könnten. Wir sollten in der Lage sein, diese Auseinandersetzung bis zur Mittagszeit abzuschließen.“

Mittlerweile hat der Vorsitzende bereits erkannt, dass sich das wohl hinauszögern wird und die Mittagspause für 12.30 Uhr festgelegt. Bis dahin bleibt Stephen Lloyd Zeit, den Sachverhalt aus Sicht der Regierung darzustellen.

01.26 Uhr: Djokers Team gelangt zum Ende

Die fast zweistündige Stellungnahme von Novak Djokovic‘ Rechtsanwalt Woods, bisher nur durch zwei Zwischenfragen der Richter unterbrochen, dürfte demnächst beschlossen werden. Dies versicherten zumindest die Anwälte, nachdem sie mehrfach Einwanderungsminister Hawke attackiert hatte und „Unverhältnismäßigkeit“ unterstellt worden ist.

Woods Hauptargumente waren, dass die Regierung die Folgen der Annullierung des Visums von Djokovic nicht berücksichtigt habe und dass es dem Minister nicht möglich sei, sich davon zu überzeugen, dass seine Anwesenheit ein relevantes Risiko darstelle.

Kurz gesagt sind dies die drei Gründe, die Team Djokovic präsentiert: Erster Grund: Nichtberücksichtigung der Folgen einer Annullierung.
Zweiter Grund: Der Minister kann sich nicht davon überzeugen, dass die Anwesenheit von Herrn Djokovic ein relevantes Risiko „ist oder sein könnte“.
Grund drei: Unangemessenheit und/oder Irrationalität in Bezug auf die Feststellung bezüglich Herrn Djokovics „Haltung zur Impfung“.

00.40 Uhr: Djokovic‘ Anwälte versuchen Anti-Vaxx-Stimmung zu entkräften

In der Verhandlung berücksichtigen die Richter auch die öffentliche Stimmung hinsichlicht Covid-Impfung und daraus resultierende Proteste. So soll die Anwesenheit von Novak Djokovic für Unruhen verantwortlich sein. Doch die Anwälte des Serben versuchen dies umfangreich zu entkräften und sagen, dass dies hauptsächlich von der Regierung ausgelöst worden ist, als Djokovic‘ Visum storniert worden ist. „Darauf richtete sich die Wut“, sagt er.

23.40 Uhr: Die Verhandlung läuft – Live im Stream

Vorsitzender: Richter David O’Callaghan
Vertretung für Novak Djokovic: Nick Wood und Paul Holdenson.
Für Immigrationsminister Alex Hawke: Stephen Lloyd und Christopher Tran
Das gesamte Richtergremium des Gerichts besteht aus James Allsop, Anthony Besanko und David O’Callaghan.

22.43 Uhr: Es wird ernst in Melbourne

Novak Djokovic ist im Büro seiner Rechtsanwälte eingetroffen. Ab 9.30 Uhr (23.30 Uhr MEZ) entscheiden die drei Richter Das Bundesgericht unter dem vorsitzenden Richter James Allsop sowie dessen Kollegen Anthony Besanko und David O’Callaghan soll am Sonntag Klarheit schaffen, ob Djokovic an den am Montag beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ausreisen muss. Dem Bericht zufolge können nach einer Entscheidung durch drei Richter keine Rechtsmittel mehr gegen das Urteil eingelegt werden.

Samstag

12.03 Uhr: Drei Richter entscheiden, kein Einspruch mehr

Die Anhörung des Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic vor dem Bundesgericht in Australien soll am Sonntag vor drei Richtern stattfinden. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP am Samstag schrieb, wird der Fall des 34-jährigen Serben am Federal Court of Australia ab 9.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MEZ am Samstag) verhandelt. Ein Einspruch gegen dessen Entscheidung sei nicht mehr möglich. Djokovic befindet sich seit Samstag wieder im Abschiebehotel, dem Park Hotel im Melbourner Stadtteil Carlton.

Das Bundesgericht unter dem vorsitzenden Richter James Allsop sowie dessen Kollegen Anthony Besanko und David O’Callaghan soll am Sonntag Klarheit schaffen, ob Djokovic an den am Montag beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ausreisen muss. Dem Bericht zufolge können nach einer Entscheidung durch drei Richter keine Rechtsmittel mehr gegen das Urteil eingelegt werden.

7.12 Uhr: Novak Djokovic ist in Australien erneut inhaftiert worden

Der serbische Tennis-Star Novak Djokovic ist in Australien erneut inhaftiert worden, weil er ohne Corona-Impfung eingereist ist. Das teilten Djokovics Anwälte am Samstag mit, nachdem die australische Regierung sein Visum am Freitag ein zweites Mal für ungültig erklärt hatte. Der 34-Jährige will bei den Australian Open in Melbourne seinen 21. Grand-Slam-Sieg holen und damit einen neuen Rekord aufstellen.

Nach dem angekündigten Einspruch seiner Anwälte gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien soll nun eine Anhörung vor dem Bundesgericht am Sonntag Klarheit über eine Teilnahme des Serben bei den am Montag beginnenden Australian Open bringen. Bis dahin darf Djokovic nicht abgeschoben werden. Für den Weltranglisten-Ersten ist zudem am Samstag eine Anhörung bei der Einwanderungsbehörde anberaumt. Anschließend kann er mit seinen Anwälten den Gerichtstermin am Sonntag vorbereiten.

Freitag

20.10 Uhr: Rückendeckung für Djokovic vom serbischen Präsidenten

Der serbische Präsident stellte sich einmal mehr hinter Novak Djokovic. „Die Angriffe und der Druck auf Novak Djokovic, einen Bürger Serbiens, sind für mich unverständlich“, sagte Aleksandar Vucic in einer Ansprache, die er am Freitag auf Instagram veröffentlichte. Er beklagte dabei auch den „Druck, dem Serbien ausgesetzt“ sei. Doch den Serben habe man in ihrer Geschichte „Würde und Stolz nicht zu nehmen vermocht“. Seine Ansprache schloss der Präsident mit den Worten: „Es lebe Serbien! Novak, Serbien ist mit dir!“

13.20 Uhr: Die Anhörung ist beendet

Richter Anthony Kelly hat die Anhörung von Djokovics Anwälten beendet. Nächster Termin ist in Melbourne am Samstag um 8 Uhr morgens (22 Uhr MEZ). Dann findet die Anhörung von Novak Djokovic statt. Ab jetzt wird der Fall am australischen Bundesgericht fortgesetzt. Dort soll es am Sonntag um 10 Uhr (Mitternacht MEZ) zu einer weiteren Anhörung kommen und dann die endgültige Entscheidung fallen. Die australische Regierung hat zugesagt, dass sie Djokovic nicht aus dem Land abschieben wird, solange das Gerichtsverfahren noch läuft.

13.00 Uhr: Djokovic muss vorerst nicht zurück ins Abschiebe-Hotel

Unterdessen ist die Anhörung weitergegangen. Die Anwälte von Djokovic werden angewiesen, ihren formellen Antrag und ihre eidesstattliche Erklärung so rasch wie möglich einzureichen. Und Richter Anthony Kelly macht deutlich: Djokovic wird nicht aus dem Land verwiesen, bis es nicht ein endgültiges Urteil durch das Gericht gegeben hat.Die gute Nachricht für den Serben: Er darf bis zu den Verhandlungen im Büro seiner Anwälte bleiben und muss vorerst nicht zurück ins Abschiebe-Hotel.

12.40 Uhr: 83 Prozent der Australier für Ausweisung Djokovics

Bei ihrer Entscheidung, Djokovic das Visum zu entziehen, weiß die australische Regierung die große Mehrheit der Australier hinter sich: Einer Umfrage der Mediengruppe News Corp zufolge befürworten 83 Prozent der Befragten den Versuch, Djokovic wieder des Landes zu verweisen. Die Impfquote in Australien liegt bei 91 Prozent, viele Menschen sind über Ausnahmen für Ungeimpfte empört.

Zum Sportlichen: Bleibt die Entscheidung aufrecht, dann wird der als Nummer 5 gesetzte Russe Andrej Rublew den Platz von Djokovic einnehmen und ein Lucky Loser aus der Qualifikation ins Feld aufrücken. Ein Nichtantreten von Djokovic könnte aber auch nachhaltige Auswirkungen auf die Weltrangliste haben: Falls Daniil Medwedew oder Alexander Zverev das Turnier gewinnen, würde der „Djoker“ die Nummer-1-Position im ATP-Ranking verlieren

12.10 Uhr: Die Anhörung ist unterbrochen

Nachdem es in der Anhörung um die Frage ging, ob Djokovic nun wieder zurück ins Abschiebe-Hotel muss, wurde diese kurzzeitig unterbrochen. Es sieht derzeit aber danach aus, als dürfe der Weltranglistenerste bei seinen Anwälten bleiben und die Verhandlung vorbereiten. Diese soll dann am Samstag stattfinden. Anschließend muss Djokovic aber wieder in das Abschiebe-Hotel.

11.45 Uhr: Djokovic-Anwalt bezeichnet Urteil als „offenkundig irrational“

In seinem Plödoyer bezeichnet Djokovic-Anwalt Nick Wood die Entscheidung als unakzeptabel und sieht das Vorgehen des Einwanderungsministers als „offenkundig irrational“. Hawke habe laut Wood Angst vor einer Anti-Impf-Bewegung, sollte Djokovic im Land bleiben dürfen.

11.20 Uhr: Djokovic-Anwälte kämpfen derzeit vor Gericht

Nach der Annullierung des Visums von Novak Djokovic kämpfen dessen Anwälte derzeit bei einer Anhörung vor Gericht um den Verbleib des Tennis-Stars in Australien. Nick Wood, der Anwalt von Djokovic, macht in dem Hearing klar: Djokovic will das Urteil der Visum-Annullierung nicht akzeptieren. Es dürfte also zu einem ausführlichen Verfahren vor Gericht kommen. Wood bestätigte zudem, dass der Serbe noch nicht in das Abschiebungs-Hotel in Melbourne, wo er bereits Anfang der Woche gesessen war, zurückgekehrt ist.

10.40 Uhr: Die Erklärung des Ministers im deutschen Wortlaut

Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke hat Tennis-Star Novak Djokovic am Freitag das Visum wieder entzogen. Die Erklärung des 44-jährigen Politikers in einer deutschen Übersetzung:

„Heute habe ich von meiner Befugnis unter Abschnitt 133C(3) des Einwanderungsgesetzes Gebrauch gemacht, das Visum von Herrn Novak Djokovic aus Gründen der Gesundheit und der allgemeinen Ordnung auf Grundlage des öffentlichen Interesses zu entziehen.

Die Entscheidung folgte einer Anordnung des Bundes und Familiengerichts vom 10. Jänner 2022, das eine vorherige Ablehnungsentscheidung aufgrund von Verfahrensgerechtigkeit wieder aufgehoben hatte.

Bei meiner Entscheidungsfindung habe ich sorgsam die Informationen, die ich durch das Innenministerium, den australischen Grenzschutz und Herrn Djokovic bekommen habe, berücksichtigt.

Die Morrison-Regierung setzt sich nachdrücklich für den Schutz der australischen Grenzen ein, insbesondere in Bezug auf die Covid-19-Pandemie. Ich danke den Beamten des Innenministeriums und des Grenzschutzes, die jeden Tag im Interesse Australiens in einer zunehmend herausfordernden Umgebung ihren Dienst leisten.

9.45 Uhr. Djokovic bleibt noch ein kleiner Strohhalm

Nach der Annullierung seines Visums bleibt Novak Djokovic noch ein kleiner Strohhalm, um vielleicht doch noch seinen Titel bei den Australian Open verteidigen zu können. So will das Djokovic-Lager den negativen Visums-Entscheid nochmals juristisch anfechten. Für Samstag ist eine Anhörung von Djokovic bei der Einwanderungsbehörde angesetzt.

Aber: Sollte es laut der spanischen Zeitung „Marca“ zu so einem Prozess kommen und Djokovic deshalb ein sogenanntes „Überbrückungs-Visum“ ausgestellt werden, dürfte er sich weiter frei in Australien bewegen und auch Tennis spielen. Allerdings sollen die Anwälte von Djokovic angeblich auf ein Eil-Verfahren drängen, wodurch die Verhandlungen schon an diesem Wochenende abgehalten würden. Ein Urteil könnte dann schon am Sonntagabend vorliegen.

8 Uhr: Djokovic wird Visum entzogen

Im Impf-Streit um den Tennis-Star Novak Djokovic hat die australische Regierung das Einreise-Visum des Serben erneut annulliert. Das erklärte das australische Einwanderungsministerium am Freitag. Djokovic kann die Entscheidung vor Gericht anfechten. Damit droht dem 20-maligen Grand-Slam-Turniersieger erneut die Ausweisung.

Eine erstmalige Visa-Rücknahme wurde letzten Montag von einem australischen Gericht für ungültig erklärt. Vier Tage danach nahm Immigrationsminister Alex Hawke von seinem Veto-Recht Gebrauch und verbot dem Serben von neuem die Einreise. „Heute habe ich von meinem Recht, das Visa von Herrn Novak Djokovic für ungültig zu erklären, Gebrauch gemacht“, so Hawke in einer Erklärung, „und zwar auf der Basis, dass es im öffentlichen Interesse ist, so zu handeln.“

Er habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht und sorgfältig alle Unterlagen geprüft, die ihm die Immigrationsbehörden, der australische Grenzschutz und Herr Djokovic vorlegten. Erwartet wird, dass Novak Djokovic auch auf den zweiten Visa-Entzug gerichtlich vorgehen wird.

Hawke hat seine Entscheidung zum Entzug des Visums mit dem Migration Act des Landes begründet. Laut der Richtlinie von 1958 kann der Einwanderungsminister ein Visum streichen, wenn eine Person ein Risiko – beispielsweise gesundheitlicher Natur – für die australische Bevölkerung darstellt. Die Annullierungsbefugnis ist im Abschnitt 133C(3) des Migrationsgesetzes verankert.

Dem Gesetz zufolge kann Tennisprofi Djokovic nun „außer unter bestimmten Umständen“ drei Jahre lang kein Visum für Australien mehr beantragen. „Zu bestimmten Umständen gehören zwingende Umstände, die die Interessen Australiens betreffen, oder zwingende Umstände, die die Interessen eines australischen Staatsbürgers, eines ständigen Einwohners oder eines berechtigten neuseeländischen Staatsbürgers betreffen“, heißt es auf der Seite des Ministeriums.

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7 Uhr: Die Ungereimtheiten werden mehr

Novak Djokovic wartet weiter auf eine Entscheidung zu seinem Visum für Australien und die Möglichkeit, den Titel bei den Australian Open zu verteidigen. Auch Freitagnachmittag Ortszeit in Melbourne gab es von Einwanderungsminister Alex Hawke noch kein Signal, ob er sein Recht nutzt und das Visum des Serben ungültig macht, weil dieser nicht gegen das Corona geimpft ist. Die Nummer Eins der Weltrangliste trainierte unterdessen früh am Tag, statt wie geplant erst am Nachmittag.

Donnerstag

14 Uhr: Die Ungereimtheiten werden mehr

Es wird immer deutlicher, dass Djokovic neben sportlichen Konsequenzen auch rechtliches Ungemach droht. Sollte sein positiver Covid-Test einer Überprüfung aller Angaben nicht standhalten – ein Vorwurf, der im Raum steht – drohen der Nummer eins der Tenniswelt bis zu fünf Jahre Haft. Schon zuvor hat der Tennisstar eingestanden, nicht die Wahrheit über seine Aufenthaltsorte vor der Reise nach Australien zu Protokoll gegeben haben.

9 Uhr: Jetzt prüft auch Spanien, ob Djokovic illegal im Land war

Im Dezember hat sich Novak Djokovic in Marbella auf die Australian Open vorbereitet. Dass er die Reise nach Spanien bei seiner Ankunft in Australien vergessen hat anzugeben, wäre ein „menschlicher Fehler“ gewesen – sagt Djokovic. Gleichzeitig überprüfen jetzt aber die spanischen Behörden, ob sich der Serbe illegal in Spanien aufgehalten hat. Seit September brauchen Einreisende nach Spanien nämlich ein Impfzertifikat – Djokovic hat keines. Unklar ist die Angelegenheit, weil Djokovic sich ein Haus in Marbella gekauft haben soll, was ihn zum Bewohner machen würde.

Auch in Serbien wird bereits gegen Djokovic ermittelt, weil er an einem Interview mit L’Equipe teilgenommen hat, obwohl er wusste, dass er Corona-positiv ist.

08.40 Uhr: Novak Djokovic hat sein Training in Australien abgebrochen

Die Nummer eins der Tennis-Welt hat in Australien sein Training abgebrochen. Nähere Umstände sind noch nicht bekannt. Noch immer herrscht Unklarheit über den Aufenthaltsstatus des Serben.

TENNIS AUSTRALIAN OPEN NOVAK DJOKOVIC PRACTICE, Novak Djokovic of Serbia during a training session at Melbourne Park in
TENNIS AUSTRALIAN OPEN NOVAK DJOKOVIC PRACTICE, Novak Djokovic of Serbia during a training session at Melbourne Park inImago

06.00 Uhr: Djokovic trifft in Runde eins auf seinen Landsmann

Trotz der Ungewissheit über seinen Aufenthaltsstatus in Australien Open ist Novak Djokovic am Donnerstag in der Auslosung für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres berücksichtigt worden. Djokovic habe seinen ungesetzten serbischen Landsmann Miomir Kecmanovic für das Eröffnungsmatch gezogen, nachdem die Auslosung von Tennis Australia um mehr eine Stunde verschoben worden war. Eine Entscheidung, ob Djokovic bleiben darf, dürfte es frühestens am Freitag geben.

Mittwoch

11.20 Uhr: Djokovic-Entscheidung nicht vor Donnerstag

Eine Entscheidung, ob der Serbe bei den Australian Open spielen darf, wird nicht vor Donnerstag erwartet.

06.00 Uhr: Djokovic bestreitet wissentliche Falschangaben

Via Instagram hat sich Novak Djokovic erstmals selbst öffentlich geäußert. Die 34 Jahre alte Nummer Eins der Tennis-Weltrangliste wehrte sich am Mittwoch rund um eine weitere Trainingseinheit im Melbourne Park: Weder habe er absichtlich eine falsche Angabe zu seinem Reiseverhalten in den 14 Tagen vor dem Flug zu den Australian Open gemacht, noch habe er im Wissen seines positiven Coronatests im Dezember eine Veranstaltung mit Kindern besucht und sich dort ohne Maske bewegt.

Allerdings gestand der Serbe auch, dass er bei einem Interview mit der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ am 18. Dezember bereits von seinem positiven Testergebnis wusste und den Termin dennoch nicht abgesagt hat. Er habe lediglich Abstand gehalten und seine Maske nur für den Fotografen abgesetzt. „Obwohl ich nach dem Interview nach Hause bin und mich für die vorgeschriebene Dauer in Isolation begeben habe, war das, nach genauerem Nachdenken, eine Fehleinschätzung und ich sehe ein, dass ich diese Verpflichtung hätte verschieben sollen“, schrieb er.

Dienstag

20.45 Uhr: Karl Schranz: „Djokovic hat proviziert“

Vor fast 50 Jahren ist Karl Schranz von den Olympischen Spielen in Sapporo 1972 ausgeschlossen worden. Dem ÖSV-Skistar war eine strenge Auslegung des Amateurstatus zum Verhängnis geworden, dennoch wurde seine damalige Situation mit der aktuellen von Novak Djokovic verglichen. Im Unterschied zu ihm „ist Djokovic an seiner misslichen Situation und an den Turbulenzen in Australien selbst schuld“, sagte Schranz in einem Interview mit dem „Standard“.

Djokovic habe „provoziert und es drauf angelegt“, so, Schranz, und sei deshalb auch kein gutes Vorbild. „Uns hat auch niemand gefragt, als wir gegen Pocken oder Kinderlähmung geimpft worden sind“, meinte der Arlberger, der selbst dreimal geimpft ist.

11.54 Uhr: Positiv oder negativ?

Nächstes Kapitel: Ben Rothenberg von der New York Times scannte den vorgebrachten positiven Corona-Test von Djokovic – der in den Gerichtsunterlagen für alle zugänglich ist – ein, worauf die Seite ein negatives Ergebnis anzeigte. Ein ähnliches Bild fanden auch weitere User vor. Doch kurz darauf änderte sich das Ergebnis, wenn man den QR-Code einscannte und das Testergebnis war plötzlich doch positiv.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Bruder Djordje Djokovic sagte auf der gestrigen Pressekonferenz über den positiven Test vom 16. Dezember: „Der ganze Prozess ist öffentlich und alle Dokumente öffentlich“. Nach weiteren Nachfragen, die sich auf die öffentlichen Auftritte von Djokovic am Folgetag bezog, verdunkelte sich vor allem die Miene von Djokovics Mutter Dijana und die Pressekonferenz wurde von Djorde aprupt beendet. Aber sehen Sie selbst:

6.45 Uhr: Falsche Angaben auf Einreiseformular

Auch einen Tag nach der Gerichtsentscheidung zu seinen Gunsten hat Tennis-Profi Novak Djokovic noch keine Gewissheit über seine Teilnahme an den Australian Open. Vor einer Entscheidung der Regierung um den zuständigen Einwanderungsminister Alex Hawke, der das Visum des 34 Jahre alten Serben noch immer aufheben kann, könnten Details aus einem Einreiseformular außerdem für zusätzliche Schwierigkeiten sorgen.

Wie australische Medien am Dienstag berichteten, entspricht eine Angabe in dem Dokument nicht der Wahrheit: Djokovic war entgegen der Auskunft in den 14 Tagen vor dem Flug nach Australien auf Reisen gewesen.

Durch in sozialen Netzwerken veröffentlichte Fotos und Videos lässt sich nachvollziehen, dass der in Monaco lebende Sportler sich im fraglichen Zeitraum vor der Anreise nach Down Under sowohl in seiner Heimat Serbien wie auch in Spanien (Marbella) zum Trainieren aufgehalten hat. Inwiefern dies Einfluss auf die Entscheidung von Einwanderungsminister Hawke hat oder in diesem Zusammenhang relevant ist, war zunächst unklar. Falsche Angaben auf dem Formular werden als schwerwiegendes Vergehen bezeichnet und können bis zu einem Jahr Haft nach sich ziehen.

Was in dieser Causa in der Vorwoche passiert ist, können Sie hier nachlesen!