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Ex-Freund drohte mit Messerangriffen

07.01.2022 • 20:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Geldstrafe für Vorbestraften, der angeblich wegen Kleidung ausrastete und seiner Ex-Freundin drohte.

Telefonisch drohte der 20-Jährige nach den gerichtlichen Feststellungen seiner Ex-Freundin und deren neuem Freund damit, sie beide abzustechen.

Das trug dem jungen Mann aus dem Bezirk Bludenz am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen gefährlicher Drohung mit zumindest einer Körperverletzung ein. Dafür wurde der mit drei Vorstrafen belastete Angeklagte zu einer Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwältin drei Tage Bedenkzeit in Anspruch nahm. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen.

Glaubwürdige Aussagen

Richterin Sabrina Tagwercher hielt die belastenden Angaben der 22-jährigen Ex-Freundin des Angeklagten und deren neuem, 17-jährigen Freund für glaubwürdig. Demnach sprach der Angeklagte die Drohungen aus, weil seine Kleidung noch bei ihr war.
Der Angeklagte war nach eigenen Angaben wütend, weil er gehört habe, ihre Mutter habe seine Kleidung inzwischen der Caritas geschenkt. Er bestritt die Drohungen und sagte, er habe sie nur beleidigt. Er habe vergeblich versucht, seine Wäsche bei ihr abzuholen. Die 22-Jährige gab hingegen als Zeugin vor Gericht zu Protokoll, er habe seine Textilien bei ihr nie abgeholt.
Der Angeklagte habe bei der Strafbemessung Glück gehabt, weil keine seiner drei Vorstrafen einschlägig sei, sagte Strafrichterin Tagwercher. Auch deshalb müsse er die bedingten sechs Haftmonate aus einer Vorstrafe wegen Drogenhandels nicht verbüßen.

Weiteres Strafverfahren

Am Bezirksgericht Bludenz steht dem 20-Jährigen ein weiteres Strafverfahren bevor. Dabei wird ihm zur Last gelegt, seine Ex-Freundin fahrlässig verletzt zu haben. Am Ende der Verhandlung am Landesgericht sagten seine Eltern, sie würden die Geldstrafe ihres Sohnes für ihn bezahlen. Denn sie seien davon überzeugt, dass er unschuldig sei.