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Vorarlberg bleibt wohl orange

04.03.2021 • 13:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tendenz in Österreich: Corona-Fallzahlen gehen, außer in Vorarlberg, nach oben. <span class="copyright">Archiv/APA/dpa/Oliver Berg</span>
Tendenz in Österreich: Corona-Fallzahlen gehen, außer in Vorarlberg, nach oben. Archiv/APA/dpa/Oliver Berg

Vorarlberg ist bei Corona-Fallzahl einziges Bundesland mit unter 100.

Die Corona-Fallzahlen in Österreich gehen außer in Vorarlberg überall nach oben. Folgerichtig schafft es das „Ländle“ als einziges Bundesland, auf der Corona-Ampel im orangen Bereich zu bleiben. Bereits fünf der neun Bundesländer sind bei der risikoadjustierten 7-Tagesinzidenz bei über 200 auf 100.000 Einwohner. Diese Marke wurde von der Kommission vorige Woche als Wert festgelegt, ab dem man sogar die Rücknahme von Lockerungen überlegen sollte.

Bei der rohen Fallinzidenz, die keine Faktoren wie etwa Alter der Erkrankten beinhaltet, weist Vorarlberg für die vergangene Woche eine Inzidenz von 72,5 auf. Sonst ist kein Land unter 100, das eine Richtmarkte für eine Orange-Färbung ist. Am anderen Ende der Skala liegt Niederösterreich mit 198,2.

Als relevanter angesehen wird jedoch die risikoadjustierte Fallzahl und da überschreiten Niederösterreich, Salzburg, Burgenland, Kärnten und die Steiermark die 200er-Marke teils sogar deutlich. Auch Wien und Oberösterreich sind nicht mehr weit davon entfernt.

Zu den wenigen nicht ganz so unerfreulichen Fakten des Ampelkommissionsdokuments gehört, dass die Positivrate bei den Tests nicht allzu sehr nach oben geht. Einen starken Anstieg gab es nur in Salzburg, wo vor zwei Wochen noch nur ein Prozent der Tests eine Infektion nachwies, nun aber schon 1,4 Prozent. Merkbar ist der Anstieg auch in Wien von 0,9 auf 1,1 Prozent. Über Gesamt-Österreich verteilt stieg die Positivrate nur von 0,8 auf 0,9 Prozent. Die Infektionsquelle konnte in 56 Prozent der Fälle geklärt werden, die beste Rate weist hier Wien mit 72 Prozent auf. In Kärnten sind es nur 43 Prozent.

Ab einer Inzidenz von 400 sollen nach Plänen des Gesundheitsministerium künftig automatisch besonders restriktive Maßnahmen wie Ausreisetestpflicht gelten. Nimmt man die vergangene Woche her, wären davon nur Hermagor, St. Johann im Pongau und Wiener Neustadt betroffen. Doch das Potenzial ist deutlich größer. Sieht man sich die risikoadjustierte Fallzahl an, wären auch schon Baden und Mistelbach gefährdet.

APA