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Notversorgungszentrum wird wieder aufgebaut

05.11.2020 • 13:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Dornbirner Messegelände wird wieder zum Notversorgungszentrum.

Die Vorarlberger Gesundheitsverantwortlichen haben sich angesichts der „nach wie vor besorgniserregenden steigenden“ Corona-Infektionszahlen zur Reaktivierung des stationären Notversorgungszentrums in Dornbirn entschlossen. Auf dem Dornbirner Messegelände wird jetzt nun die Infrastruktur wieder aufgebaut, die bereits im Frühjahr zur Verfügung gestanden war. In der Messehalle 9 werden zwei Stationen mit je 100 Betten errichtet. Die Aufbauzeit beträgt etwa zwei Wochen.

Vorarlberg müsse für den Fall der Fälle bestmöglich vorbereitet sein, teilten am Donnerstag Gerald Fleisch und Peter Fraunberger als Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft mit. In Vorarlberg sind aktuell 430 von insgesamt 1.900 Spitalbetten für Covid-19-Patienten reserviert. Zudem stehen 51 Intensivbetten zur Verfügung. Diese Kapazitäten können bei Bedarf um weitere 53 Beatmungsplätze aufgerüstet werden.

Tendenz steigend

Von den 51 Intensivbetten waren am Donnerstag bereits 27 von Corona-Patienten belegt, die Tendenz ist steigend. 114 Covid-19-Patienten wurden auf den Normalstationen versorgt. Zuletzt wurden in Vorarlberg bis zu 500 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. „Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und Hospitalisierungen wurde am Mittwoch der Beschluss gefasst, das Notversorgungszentrum zu reaktivieren“, sagte Fleisch. Der Entscheidung sei eine Analyse mit Experten vorangegangen.

In Betrieb genommen werden soll das Notversorgungszentrum, wenn mehr als 350 Corona-Patienten in allen Vorarlberger Spitälern stationär aufgenommen werden müssen. Im Frühjahr war das nicht der Fall gewesen. Auch andere Faktoren wie etwa der Ausfall von Personal im Falle von Erkrankungen spielen bei der möglichen Inbetriebnahme eine Rolle. Das Notversorgungszentrum ist für Patienten vorgesehen, die aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung spitalspflichtig sind, aber keine relevanten sonstigen Nebenerkrankungen haben. Stark pflegebedürftige Patienten müssen im Krankenhaus versorgt werden.

Kojen

Die Betten im Notversorgungszentrum, das vom Landeskrankenhaus Bregenz betrieben wird, sind in Kojen für jeweils zwei Patienten aufgeteilt. Für jedes Bett steht eine Sauerstoffversorgung zur Verfügung, dafür wird im Außenbereich ein Tank installiert. Die ursprünglichen Investitionskosten für Ausrüstung und Ausstattung beliefen sich auf rund 800.000 Euro. Der Wiederaufbau wird rund 300.000 Euro kosten.

APA