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Mit 14 schon als Räuber verurteilt

04.11.2020 • 17:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Klaus Hartinger</span>
Symbolbild/Klaus Hartinger

Geldstrafe und bedingte Gefängnisstrafe für Jugendlichen.

Der Jugendliche war erst 14 Jahre alt, als er nach Ansicht der Richter im Juni vor einem Geschäft in Götzis mit der gewaltsamen Wegnahme von Schuhen im Wert von 44,99 Euro einen Raub begangen hat. Dafür wurde der unbescholtene Arbeitslose am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch in einem Schöffenprozess zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von fünf Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 800 Euro (200 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Richard Gschwenter ist nicht rechtskräftig; denn der von Emelle Eglenceoglu verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Heinz Rusch nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.
Der Schuldspruch erfolgte wegen Raubes und Diebstahls. Für den Jugendlichen betrug der Strafrahmen null bis fünf Jahre Gefängnis. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht acht Monaten Haft. Der junge Rumäne wurde dazu verpflichtet, während der dreijährigen Bewährungsfrist für die Freiheitsstrafe Bewährungshilfe in Anspruch zu nehmen.

Zwei mutmaßliche Mittäter konnten strafrechtlich nicht belangt werden, weil sie erst 13 Jahre alt sind. Zu ihnen zählt der jüngere Bruder des Angeklagten. Das Trio hat nach den gerichtlichen Feststellungen zuerst in dem Geschäft das Paar Schuhe gestohlen. Eine 19-jährige Verkäuferin ging den jungen Dieben nach und nahm ihnen vor dem Geschäft die Papiertüte mit den Schuhen weg. Daraufhin entriss einer der Täter der Verkäuferin den Sack mit den Schuhen und flüchtete. Bei der gewaltsamen Wegnahme der Beute brach ein Fingernagel der Verkäuferin ab. Der Schöffensenat wertete den Vorfall vor dem Geschäft als Raub und nicht nur als räuberischen Diebstahl.

Schuhe inzwischen bezahlt

Der Angeklagte habe inzwischen die entwendeten Schuhe in dem Geschäft bezahlt und sich entschuldigt, gab die Verkäuferin als Zeugin vor Gericht zu Protokoll.