Allgemein

Großes Corona-Testprogramm startet

02.07.2020 • 10:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Es wird in größerem Stil getestet.
Es wird in größerem Stil getestet. (c) Helge Bauer

Mit kommender Woche startet in allen Bundesländern ein großes Screeningprogramm auf SARS-CoV-2.

Die Kosten können bis Ende 2020 rund 240 Millionen Euro betragen, hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Untersucht werden sollen Personen ohne Symptome in potenziellen Risikobereichen.

Das Programm sei gemeinsam mit den Bundesländern erstellt und akkordiert worden. Prophylaktisch will man besonders in potenzielle Risikobereiche „hineinschauen“, wie auch Gesundheitsminister Anschober feststellte. Grob definiert: Pflege- und Altenheime mit Personal und Bewohnern, sonstige Gesundheitseinrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser etc.) und Logistikunternehmen sowie beispielsweise große Betriebe der Fleischverarbeitungsbranche. Hinzu kämen Personen in prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen. Ebenso werden mit kommender Woche SARS-CoV-2-Tests verstärkt Personen angeboten werden, die enge (Reise-)Kontakte mit Ländern des Westbalkans haben. Schließlich will man auch an Obdachlose herankommen.

Das alles kann rechtlich nur auf freiwilliger Basis erfolgen, hieß es bei der Pressekonferenz. Anders sei das bei der Untersuchung von Kontaktpersonen im Rahmen von Erhebungen zu SARS-CoV-2-Clustern bzw. Covid-19-Ausbrüchen.